Afro Dance ist keine einheitliche Schrittfolge
Afro Dance wird in Kursangeboten häufig als Sammelbegriff verwendet. Dahinter können unterschiedliche zeitgenössische afrikanische Tanzrichtungen, stilübergreifende Choreografien oder Trainingseinheiten stehen. Der Titel allein sagt deshalb wenig darüber, welche Bewegungen du tatsächlich übst. Afrikanische Tanzkulturen lassen sich nicht auf einen gemeinsamen Grundschritt reduzieren.
Azonto hat einen ghanaischen Kontext. Amapiano bezeichnet zunächst eine südafrikanische Musikrichtung; dazu haben sich verschiedene Tanzpraktiken und Challenges entwickelt. Ein Amapiano Dance Workshop ist deshalb nicht automatisch ein Workshop für jede Sequenz, die mit dieser Musik verbreitet wird. Für die Bewegungsmerkmale eines bereits als Azonto eingeordneten Videos findest du eine eigene Erklärung zu Azonto und dem Zusammenspiel von Füßen, Knien und Gesten. Ein unbekannter Clip bekommt durch deine Kursanfrage dagegen noch keine verlässliche Herkunftszuordnung.
Unterscheide das Unterrichtsmaterial vom Unterrichtsverfahren. Das Material ist beispielsweise deine festgelegte Passage. Das Verfahren umfasst langsames Vormachen, Zerlegen, Wiederholen und Korrigieren. Ein Workshop kann die richtige Richtung behandeln, aber überwiegend freies Tanzen anbieten. Umgekehrt kann eine gut erklärte freie Choreografie deinen Wunschclip verfehlen. Warum Lernblöcke und Wiederholungen bei kompaktem Unterricht zusammengehören, erklärt der Ratgeber zum Aufbau eines Tanz-Intensivkurses. Für deine Auswahl müssen Material und Verfahren zu deinem Ziel passen.

