Die Behandlung verändert die Reaktion auf Bewegung
Während du tanzt, nehmen deine Muskeln mehr Glukose aus dem Blut auf. Bei längerer, mäßiger Belastung kann der Blutzucker dadurch sinken. Sehr intensive Passagen oder Aufregung können dagegen über Stresshormone zunächst einen Anstieg auslösen. Derselbe Tanzstil führt deshalb nicht bei jedem Menschen zum gleichen Verlauf.
Besonders wichtig ist die Behandlung: Zugeführtes Insulin kann während der Bewegung weiterwirken, obwohl dein Bedarf sinkt. Auch bestimmte Tabletten, etwa Sulfonylharnstoffe, können Unterzuckerungen begünstigen. Bei Typ-2-Diabetes ohne solche Medikamente ist dieses Risiko meist deutlich geringer. Die Diagnose allein sagt also wenig darüber aus, welche Vorsorge du brauchst.
Ein stabiler Wert am Ende des Abends ist keine Garantie für eine stabile Nacht. Nach körperlicher Aktivität können Muskeln weiterhin vermehrt Glukose aufnehmen und ihre Energiespeicher auffüllen. Dabei bleibt die Insulinempfindlichkeit erhöht. Essen, vorausgegangene Bewegung und die Dauer des Abends beeinflussen den Verlauf zusätzlich.
Für die Belastung zählt nicht nur das Tempo eines Liedes. Viele kurze Runden summieren sich. Auch die Anstrengung beim Line Dance hängt davon ab, wie lange du tatsächlich in Bewegung bleibst.



