Dein Blick zeigt, was gerade Bedeutung bekommt
Blickführung im Burlesque macht Beziehungen sichtbar: Deine Figur bemerkt etwas, beschäftigt sich damit und teilt diesen Moment mit dem Publikum. Blickst du auf einen geschlossenen Fächer, bekommt er szenisches Gewicht. Hebst du anschließend die Augen in den Zuschauerraum, kann derselbe Gegenstand wie eine gemeinsame Entdeckung wirken. Du musst ihn dafür weder öffnen noch vorführen.
Ein Blickangebot verpflichtet niemanden zur Antwort. Eine Person kann zurückschauen, lächeln oder wegsehen. Deine festgelegte Folge geht trotzdem weiter. So bleibt der Burlesque-Ausdruck verständlich, auch wenn niemand sichtbar reagiert. Welche Bildsprache du verwendest, ist eine andere Entscheidung: Die Einordnung von klassischer Burlesque und Neo-Burlesque hilft dir dabei.
Für diese Übung trennst du Augenbewegung, Kopfbewegung und Schritte zunächst voneinander. Ein kleiner Blickwechsel kann aus der Nähe lesbar sein; über größere Entfernung hilft eine sanfte Kopfdrehung in dieselbe Richtung. Die hier verwendeten Zählzeiten sind eine Übehilfe, keine allgemeine Bühnennorm. Du brauchst dafür keine Notenkenntnisse. Wie du einen regelmäßigen Puls findest, erklärt der Ratgeber zu musikalischen Vorkenntnissen beim Tanzen.



