Der Tanzname verrät mehr als das Wort Folklore
Folklore ist eine Sammelbezeichnung, keine einheitliche Unterrichtsmethode. Hinter „Internationalen Tänzen“ können beispielsweise griechische Kreistänze, Tänze aus Südosteuropa und mitteleuropäische Paartänze stehen. Ein solcher Kurs kann mehrere Traditionen nacheinander vermitteln. Eine regionale Bezeichnung grenzt das Repertoire stärker ein, beschreibt aber noch nicht das Tempo oder den Schwierigkeitsgrad.
Aufschluss geben konkrete Tanznamen und Bewegungsformen. Kreis- und Kettentänze verlangen unter anderem Orientierung zur gemeinsamen Tanzrichtung und abgestimmte Gewichtswechsel. Bei Paartänzen kommen die Verbindung zum Gegenüber und gegebenenfalls Drehungen hinzu. Dass ein Tanz gemeinsam getanzt wird, macht seine Schrittfolge nicht automatisch einfach. Unterschiedliche Rhythmen können auch ohne große Wege anspruchsvoll sein.
Wie unterschiedlich nahe verwandte Kursinhalte aussehen können, zeigen die Wechsel- und Hüpfschritte im Schottisch und die Seitpassagen und Drehungen im Balfolk-Schottisch. Solche Beispiele helfen dir, einen Tanznamen mit einer Bewegung zu verbinden, ohne damit jede regionale Fassung gleichzusetzen.
Für deine Kurswahl zählt deshalb das beschriebene Lernen. „Grundschritte einzeln erarbeiten, anschließend zur Musik verbinden“ bezeichnet Unterricht. „Bekanntes Repertoire proben“ setzt dagegen eher voraus, dass du Abläufe bereits kennst. Ein Vereinsname allein sagt nicht, welches dieser Formate angeboten wird.




