Der Abschluss legt den nächsten freien Fuß fest
Der Grapevine ist eine seitlich wandernde Schrittfolge. In dieser Übung bekommt jeder der drei belasteten Schritte eine ganze Zählzeit. Dein Oberkörper bleibt nach vorn ausgerichtet, während die Füße seitwärts und kurz hintereinander treten. Hinterkreuzen bedeutet dabei nicht, möglichst weit nach hinten zu steigen: Ein kleiner Weg hinter dem anderen Fuß reicht. So bleibt die Folge seitlich, statt schräg rückwärts zu wandern.
Der Name allein legt den vierten Count nicht zuverlässig fest. Eine vollständige Ansage nennt deshalb auch den Abschluss. Beim Grapevine rechts mit Touch bleibt nach Count vier dein Gewicht rechts, und links ist für den folgenden Seitwärtsschritt frei. Beim ausdrücklich angesagten Schließen mit Gewicht übernimmt dagegen links das Gewicht. Einen weiteren Schritt nach links könntest du dann nicht ohne zusätzlichen Gewichtswechsel beginnen.
Behandle den Abschluss deshalb als Teil der Folge und nicht als Verzierung. Die Einordnung in belastete und unbelastete Line-Dance-Bausteine hilft dir, solche Übergänge zu verstehen. Für deinen Einstieg ins Line Dance ist diese Unterscheidung wichtiger als große Schritte oder schwungvolle Arme. Die hier geübte Fassung bleibt ohne Drehung: Deine Blickrichtung verändert sich während der ganzen Folge nicht.




