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Tanzkontakte5 Minuten

Gleichgeschlechtliche Tanzpartner in Stuttgart finden

執筆: Bernhard De Luca更新日:

Kurz gesagt
  • Gleichgeschlechtliche Tanzpartner in Stuttgart findest du über udansa und persönliche Kontakte beim Tanzen.
  • Führen, Folgen und Rollenwechsel werden miteinander vereinbart und hängen nicht vom Geschlecht ab.
  • Für passende Kontakte benennst du dein gewünschtes Gegenüber und deine bevorzugte Tanzrolle getrennt.
  • Ein gleichgeschlechtliches Tanzpaar sagt nichts Verlässliches über die sexuelle Orientierung seiner Mitglieder aus.

Schon die Anrede kann dich in eine Rolle drängen, die du gar nicht tanzen möchtest. Eine passende Tanzpartnerschaft lässt dir Raum, deine Rolle selbst zu wählen, ohne dich dafür rechtfertigen zu müssen.

DefinitionSwitch

Switch bezeichnet im Paartanz eine Person, die sowohl die führende als auch die folgende Rolle tanzt. Die Bezeichnung verspricht keinen spontanen Wechsel innerhalb jeder Figur.

Paarkonstellation und Tanzrolle getrennt betrachten

Wenn du in Stuttgart gleichgeschlechtliche Tanzpartner suchst, sind zwei Wünsche auseinanderzuhalten: Mit wem möchtest du tanzen, und welche Aufgabe möchtest du dabei übernehmen? Eine Frau, die mit einer Frau tanzen möchte, sucht nicht automatisch jemanden zum Führen. Zwei Männer müssen ihre Rollen ebenso wenig nach Körpergröße, Auftreten oder bisheriger Erfahrung verteilen.

Auf udansa kannst du Stuttgart als Ort deiner Suche benennen und deinem Gegenüber sagen, welche Paarkonstellation du möchtest. Die Rolle kommt als eigene Information dazu: Du möchtest führen, folgen oder beides lernen. Das ist besonders hilfreich, wenn dein Kontakt bisher nur eine Rolle mit Personen eines anderen Geschlechts getanzt hat. Erfahrung mit einer Paarkonstellation ist nicht dasselbe wie Erfahrung in einer Tanzrolle.

Auch persönliche Kontakte aus einer Tanzschule oder beim gemeinsamen Tanzen können zu einer Partnerschaft führen. Eine Einladung wie „Ich würde gern mit dir tanzen und dabei folgen“ macht den Wunsch verständlich, ohne dem Gegenüber eine Identität zuzuschreiben. Du brauchst dafür keine Auskunft über dessen sexuelle Orientierung. Gleichgeschlechtliches Tanzen und queere Selbstbeschreibung können zusammenkommen, sind aber keine austauschbaren Begriffe. Beide Personen bestimmen selbst, welche Bezeichnungen für sie passen.

Auch Schuhe, Kleidung und Auftreten sind keine verlässlichen Hinweise darauf, welche Tanzrolle jemand bevorzugt.
Auch Schuhe, Kleidung und Auftreten sind keine verlässlichen Hinweise darauf, welche Tanzrolle jemand bevorzugt.

Führen ist ein Angebot, Folgen eine aktive Aufgabe

Die traditionelle Zuordnung „Mann führt, Frau folgt“ erklärt keine Tanztechnik. Führen bedeutet, Bewegungsangebote über Körperbewegung und Verbindung verständlich vorzubereiten. Folgen bedeutet, diese Informationen wahrzunehmen und mit eigener Balance umzusetzen. Keine der Rollen besteht darin, die andere Person mit Kraft zu bewegen oder sich passiv bewegen zu lassen.

Bei einer Drehung bereitet die führende Person beispielsweise Richtung und Zeitpunkt vor. Die folgende Person organisiert die eigenen Schritte und hält ihr Gleichgewicht. Ein erhobener Arm allein ersetzt kein verständliches Signal; Zug an der Hand ersetzt keine selbst ausgeführte Drehung. Welche Verbindung dafür genutzt wird, hängt vom Tanzstil ab.

Wenn du die Rolle wechselst, wechseln deshalb Aufgaben, nicht nur Namen. Du kannst Figuren gut kennen und trotzdem in der anderen Rolle ungewohnt reagieren. Wer im Folgen sicher ist, muss beim Führen erst lernen, ein Signal rechtzeitig anzubieten. Wer bisher geführt hat, übt beim Folgen, nicht schon vor dem Angebot loszugehen. Die Trennung von Aufgaben beim Lernen erklärt auch der Ratgeber zum Koordinieren von Armen und Beinen. Bewegungen einzeln zu verstehen entlastet die gemeinsame Verbindung. Beide Personen dürfen dabei Fehler machen, ohne dass daraus eine angeblich passendere Geschlechterrolle folgt.

So werden Rollen wirklich frei gewählt

So ja

  • Die gewünschte Rolle ausdrücklich benennen
  • Ein Nein zum Rollenwechsel akzeptieren
  • Einen Wechsel gemeinsam ankündigen
  • Nur selbst gewählte Identitätsbegriffe übernehmen

So nicht

  • Der größeren Person automatisch die Führung geben
  • Von beiden Personen Rollenwechsel verlangen
  • Mitten in der Bewegung unangekündigt übernehmen
  • Aus der Paarkonstellation eine Orientierung ableiten

Eine frei gewählte Tanzrolle bleibt nur dann frei, wenn du sie auch behalten darfst.

udansa-Redaktion für Paartanz

Rollenwechsel braucht Zustimmung statt Überraschung

Eine gleichgeschlechtliche Tanzpartnerschaft muss nicht mit wechselnden Rollen tanzen. Vielleicht möchtest du ausschließlich folgen, während dein Gegenüber ausschließlich führen möchte. Diese Aufteilung ist genauso selbstbestimmt wie eine Partnerschaft, in der beide Rollen geteilt werden. Entscheidend ist, dass niemand eine Aufgabe nur wegen des Geschlechts übernehmen muss.

Wenn ihr wechseln möchtet, ist ein Übergang zwischen zwei Tänzen oder nach einer Bewegungspause zunächst verständlicher als ein unangekündigter Wechsel. Ihr löst die bisherige Verbindung und stellt sie für die neue Rollenverteilung wieder her. So ist erkennbar, wer das nächste Bewegungsangebot vorbereitet. Ein Wechsel innerhalb eines laufenden Tanzes verlangt zusätzliche Verständigung und passende Technik; „Switch“ allein bedeutet nicht, dass beides bereits vorhanden ist.

Auch eine Rollenvereinbarung darf sich verändern: Du kannst beide Rollen grundsätzlich mögen und heute nur eine davon tanzen wollen. Das Gegenüber kann diesen Wunsch annehmen oder eine andere Kombination bevorzugen. Ein Nein ist keine Abwertung. Für die formale Benennung der Rollen bietet der Ratgeber zur Angabe von Leader oder Follower bei der Anmeldung ergänzende Orientierung. Deine persönliche Rollenwahl und die organisatorische Bezeichnung sollten dabei dieselbe tänzerische Aufgabe meinen.

Zwei gleichwertige Vereinbarungen

Fest

Eine Rolle vertiefen

Vertraute Aufgaben im gemeinsamen Tanz

Du bleibst zunächst beim Führen oder Folgen und verfeinerst dieselben Aufgaben über mehrere Tänze. Das kann Sicherheit geben und ermöglicht gezieltes Lernen. Deine Wahl ist eine aktuelle Vorliebe, keine Festlegung durch dein Geschlecht.

Wechselnd

Beide Perspektiven kennenlernen

Neue Aufgaben mit vereinbartem Übergang

Ihr tauscht die Rollen nach einer gemeinsam vereinbarten Pause und erlebt dieselbe Bewegung aus einer anderen Perspektive. Dabei darf eine Rolle noch ungewohnt sein. Der Wechsel erweitert eure Möglichkeiten, ohne in jedem Tanz stattfinden zu müssen.

Häufige Fragen

  1. Nein, gleichgeschlechtlich zu tanzen setzt keine bestimmte sexuelle Orientierung voraus. Die Zusammensetzung eines Tanzpaares beschreibt zunächst nur, wer zusammen tanzt. Ob du dich als queer bezeichnest oder persönliche Angaben dazu machst, entscheidest du selbst.

Paartanz-Kurse in Stuttgart

Im Kursfilter findest du aktuelle Kurse und Termine in Stuttgart für das gemeinsame Lernen deiner Tanzrolle.

Deine Tanzrolle ist deine Wahl

Auf udansa findest du Tanzkontakte in Stuttgart, mit denen du deine gewünschte Paarkonstellation und Rollenverteilung besprechen kannst. So beginnt die Suche mit dem Tanz, den du tatsächlich gemeinsam lernen möchtest.

Deine Tanzrolle ist deine Wahl