Linksdrehung und Tanzrichtung bleiben getrennt
Wenn du in Wien den Linkswalzer für einen Ball übst, ist zuerst eine Unterscheidung wichtig: Linksherum beschreibt die Drehung des Paares, nicht einen Weg quer durch den Raum. Die gemeinsame Fortbewegung bleibt entlang der Tanzrichtung gegen den Uhrzeigersinn. Du wechselst also die Rotation, nicht beliebig die Fahrtrichtung.
Die Linksdrehung im Wiener Walzer besteht aus einer vorwärts und einer rückwärts getanzten Hälfte. In der Vorwärtshälfte kreuzt der linke Fuß auf der dritten Zählzeit vor dem rechten. In der Rückwärtshälfte schließt der rechte Fuß zum linken. Beide Aktionen enden mit einem wirklichen Gewichtswechsel. Nur die Füße nebeneinanderzustellen oder zu kreuzen lässt den nächsten Schritt unklar werden. Wer vorwärts und wer rückwärts tanzt, wechselt innerhalb der Figur.
Der Wiener Walzer wurde 2017 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Für dein Training ist die konkrete Fußarbeit entscheidend: Ein Wechselschritt verbindet die Drehrichtungen, ohne den Dreiertakt zu unterbrechen. Er braucht einen passenden freien Fuß und eine geeignete Ausrichtung zur Übungsbahn. Die Grundlagen beider Walzer ordnet der Ratgeber zum Walzerlernen ein. Diese Übung vertieft ausschließlich die Linksdrehung und ihre Übergänge; für weitere Trainingsziele findest du Anregungen unter Tanztraining in Wien.





