Das ZKM als historischer Bezug für Tanz und Medien
Für Karlsruhe gibt es einen konkreten Ausgangspunkt: Das ZKM war 2021 Partner von TANZ KARLSRUHE, sein Medientheater gehörte zu den Spielorten. Zum damaligen Festivalprogramm zählte ein Schwerpunkt zu Tanz und Technologie. Der dokumentierte Bezug verbindet also einen Aufführungsort mit einer künstlerischen Fragestellung: Was geschieht, wenn körperliche Bewegung und neue Medien aufeinandertreffen?
Damit ist nicht gesagt, welche Geräte einzelne Produktionen verwendeten oder welche Vorstellungen heute stattfinden. Ebenso wenig lässt sich jede denkbare Medienwirkung diesem Festivaljahr zuordnen. Die folgenden Beispiele erklären allgemeine Gestaltungsmöglichkeiten, keine bestimmten damaligen Inszenierungen. Den größeren Veranstaltungsrahmen findest du unter Tanzveranstaltungen in Karlsruhe.
Auf einer Bühne können digitale Bilder eine zusätzliche Ebene bilden. Ein tanzender Körper bleibt körperlich anwesend: Er hat Gewicht, braucht Bodenhaftung und atmet. Seine mediale Darstellung kann dagegen wachsen, sich vervielfachen oder verschwinden. Gerade dieser Unterschied macht die Begegnung interessant. Du siehst nicht bloß dieselbe Bewegung zweimal, sondern zwei verschiedene Bedingungen ihrer Sichtbarkeit. Ein kleiner Fingerschwung kann als großes Bild erscheinen, während der Körper daneben fast stillsteht.



