Zahlungsfähigkeit folgt dem Geldfluss, nicht dem Umsatz
Ein gebuchter Kurs und eine offene Rechnung sind noch kein verfügbares Geld. Für die Liquiditätsplanung deiner Tanzschule zählt deshalb nicht der Unterrichtsmonat, sondern der erwartete Zahlungseingang. Bei Raten erscheinen die einzelnen Eingänge in verschiedenen Monaten. Zahlungen für einen späteren Workshop können dagegen bereits heute auf dem Konto liegen.
Deine Übersicht braucht eine Spalte je Monat und getrennte Zeilen für Anfangsbestand, Kurszahlungen, Veranstaltungseingänge, weitere Einzahlungen und Auszahlungen. Darunter stehen Endbestand, zweckgebundene Beträge und frei verfügbarer Betrag. Eine Übertragung zwischen deinen eigenen Konten verändert die gesamte Liquidität nicht. Sie ist weder eine neue Einnahme noch eine Betriebsausgabe.
Ein positiver Kontostand bedeutet nicht, dass der gesamte Betrag für neue Ausgaben frei ist. Bereits eingegangene Workshopzahlungen können spätere Raumkosten oder mögliche Erstattungen abdecken müssen. Kennzeichne diese Bindung, ohne dieselben Beträge zusätzlich als heutige Auszahlung abzuziehen. Erst bei der tatsächlichen Zahlung entsteht der Geldabfluss.
Die nötigen Buchungs- und Zahlungsdaten kommen aus deiner organisierten Kursverwaltung. Anders als der Businessplan für den Start deiner Tanzschule beantwortet diese Übersicht eine laufende Frage: Reicht das verfügbare Geld bis zum nächsten Eingang? Deine Angebotspreise legst du darin nicht fest.




