Die Hausbezeichnung beschreibt den Ort, nicht den Tanz
In der Geschichte des Theaters Münster sind Tanzabende sowohl im Großen als auch im Kleinen Haus dokumentiert. Das Theater wurde 1956 eröffnet. Zu seinen dokumentierten Spielstätten gehörte außerdem U2. Daraus folgt für deine Orientierung: Die Auswahl ist nicht automatisch auf zwei Häuser beschränkt, und ein Tanzabend lässt sich nicht allein aufgrund seiner Kunstform einem davon zuweisen.
Großes Haus und Kleines Haus sind keine Qualitätsstufen und keine Tanzgenres. Aus den Namen lässt sich weder „große Ensembleproduktion“ gegen „Solo“ noch „klassisch“ gegen „experimentell“ ableiten. Auch die Annahme, im Kleinen Haus sitze man grundsätzlich näher an den Tanzenden, wäre ohne den konkreten Bühnenaufbau zu weitgehend. Nähe hängt vom Verhältnis zwischen Spielfläche und Publikum ab, Sicht zusätzlich von Blickwinkel, Aufbauten und der Anordnung der Plätze.
Das ist bei Tanz besonders relevant: Bewegungen können über die gesamte Spielfläche verteilt sein oder bewusst am Boden stattfinden. Ein Raumname erklärt diese Anordnung nicht. Du brauchst dafür veranstaltungsbezogene Informationen, nicht eine Vermutung über die Größe des Hauses. Anders als bei einer Tanzparty in Münster bezeichnet der Tanzabend hier eine Aufführung zum Zuschauen. Ob du selbst Tanzschritte beherrschst, spielt für die räumliche Zuordnung keine Rolle. Diese Anleitung legt deshalb weder eine aktuelle Hausbelegung noch einen bestimmten Sitzplatz fest.





