Ein Thema wird erst durch ein Problem zur Geschichte
Für deine Hobbygruppe bezeichnet Showtanz zunächst eine gestaltete Nummer für ein Publikum. Der Begriff beschreibt keinen einzelnen Tanzstil: Du kannst unterschiedliche Bewegungssprachen verbinden. Schautanz wird im karnevalistischen Umfeld häufig für thematische Gruppentänze verwendet. Beide Bezeichnungen überschneiden sich im Alltag; bei Wettbewerben haben sie regelwerksabhängige Bedeutungen. Die Einordnung neben anderen Formen findest du im Überblick zum Tanzen im Karneval und Fasching.
Als Schautanz-Themen eignen sich Situationen, die sich körperlich zeigen lassen: ein Büro, das plötzlich rückwärts arbeitet, ein Zauber mit unerwartetem Ergebnis oder eine verschwundene Uhr. Ein Schlagwort wie Zeitreise liefert dagegen noch keine Handlung. Eine tragfähige Idee enthält einen Ausgangszustand, eine Störung und eine sichtbare Veränderung.
Bei der Uhrengeschichte beginnt die Gruppe mit gleichmäßigen Pendelbewegungen. Dann fehlt die Uhr, Bewegungen geraten durcheinander und die Suche beginnt. Am Ende findet die Gruppe einen gemeinsamen Rhythmus, auch ohne Uhr. Diese drei Szenen sind ein Gestaltungsbeispiel, keine vorgeschriebene Form. Ein wiederkehrendes Bewegungsmotiv verbindet sie, sodass das Publikum die Entwicklung auch ohne erklärende Ansage verfolgen kann.



