Die Voraussetzungen zählen mehr als der Levelname
Festival-Level sind keine einheitlichen Abschlüsse. Eine Gruppe namens Beginner kann bei einem Angebot ganz ohne Erfahrung beginnen und bei einem anderen bereits einen abgeschlossenen Einstiegskurs voraussetzen. Entscheidend ist deshalb die Beschreibung des Unterrichtsstarts: Werden Gewichtswechsel und Verbindung erstmals erklärt, oder sollen die Teilnehmenden damit bereits selbstständig tanzen?
Auch Taster bezeichnet zunächst ein kurzes Kennenlernangebot, nicht verbindlich ein Niveau. Ein Taster kann einen unbekannten Tanz von Grund auf vorstellen oder erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern ein neues Thema zeigen. All Levels bedeutet ebenfalls nicht automatisch, dass fehlende Grundlagen nachgeholt werden. Gemeinsame Übungen können unterschiedlich anspruchsvolle Varianten haben und trotzdem eine Basis voraussetzen.
Ordne deine Erfahrung dem konkreten Tanz zu, nicht dem Sammelbegriff Swing. Boogie Woogie ersetzt keine Lindy-Hop-Grundlagen. Bei Lindy Hop können beispielsweise vertraute 6-Count- und 8-Count-Strukturen verlangt sein. Die Namen zu kennen reicht dafür nicht: Du solltest die geforderte Basis mit Musik und wechselnden Gegenübern anwenden können.
Zur Passung gehört außerdem die Lernzeit. Eine einzelne Kostprobe und eine aufeinander aufbauende Unterrichtsreihe erfüllen unterschiedliche Zwecke. Der Überblick zur Unterrichtsdauer mit Pausen und Übezeit hilft dir, reine Anwesenheitszeit nicht mit angeleiteter Wiederholung gleichzusetzen. Dein Workshop sollte Raum für genau die Grundlagen bieten, die du festigen möchtest.


