Musikalisches Wissen ist nicht dasselbe wie Tanzerfahrung
Notenlesen bedeutet, schriftliche Musikzeichen zu verstehen. Musiktheorie beschäftigt sich unter anderem damit, wie musikalische Abläufe aufgebaut sind. Beides kann beim vertieften Lernen nützlich sein, gehört aber normalerweise nicht zu den Voraussetzungen eines Freizeit-Anfängerkurses. Du bekommst dort keine Partitur in die Hand, aus der du selbstständig eine Bewegung ableiten musst.
Die musikalische Information erreicht dich meist unmittelbar: Die Lehrperson zeigt eine Bewegung, spricht dazu oder lässt ein Klangbeispiel hören. Du lernst die Verbindung zwischen Klang und Bewegung im Unterricht. Du musst sie nicht schon vor der Anmeldung erklären können. Ein Tanzkurs ohne musikalische Vorkenntnisse ist deshalb kein Unterricht ohne Musik, sondern Unterricht, der dieses Wissen nicht voraussetzt.
Auch die Erinnerung an Schulmusik sagt wenig darüber aus, wie verständlich dir eine konkrete Tanzansage sein wird. Ein Fachwort aus einem Lehrbuch und ein hörbares Beispiel mit Bewegung sind unterschiedliche Zugänge. Der Überblick zum Tanzkurs für Anfänger ohne Vorwissen ordnet diesen Einstieg ein. Hier zählt vor allem die Unterscheidung: Du darfst musikalische Zusammenhänge erst kennenlernen, während du tanzen lernst.



