Das Stellenprofil beschreibt Unterricht, nicht Tanzglanz
Wenn du für deine Tanzschule Personal suchst, übersetze zunächst die Lücke im Betrieb in beobachtbare Fähigkeiten. „Salsa unterrichten“ ist zu ungenau. Für einen Einstiegskurs brauchst du beispielsweise jemanden, der Gewichtswechsel verständlich erklärt, Zählzeiten mit Bewegung verbindet und eine Gruppe nach einer misslungenen Übung wieder zusammenführt. In einem fortgeschrittenen Kurs kann dagegen die Analyse von Führungssignalen entscheidend sein.
Trenne im Profil unverzichtbare Fähigkeiten von Dingen, die du einarbeiten kannst. Ein bestimmtes Begrüßungsritual deiner Schule ist vermittelbar. Ein respektvoller Umgang mit körperlichen Grenzen sollte bereits erkennbar sein. Beschreibe auch, ob die Lehrkraft allein eine Gruppe führt oder gemeinsam mit einer weiteren Person demonstriert. Gute eigene Technik sagt noch nichts darüber aus, ob jemand einen Fehler verständlich korrigiert.
Notiere zu jeder Anforderung einen passenden Nachweis: eine konkrete Unterrichtserfahrung, eine Erklärung im Gespräch oder eine Beobachtung in der Lehrprobe. Für die Einordnung formaler Nachweise hilft dir der Überblick zu Qualifikationen für Tanzunterricht. Das Profil sollte außerdem zum Unterrichtsmodell deiner Schule passen, das du im Rahmen deiner betrieblichen Gründungsplanung festlegst. So suchst du nicht nach der beeindruckendsten Biografie, sondern nach einer Person für klar benannte Aufgaben.



