Lernstufen beschreiben Schritte, nicht deine Kondition
Bezeichnungen wie Beginner, Improver oder Intermediate helfen dabei, die Anforderungen beim Lernen einzuordnen. Je nach verwendeter Einstufung spielen etwa Schrittvokabular, Übergänge, Drehungen oder Änderungen der Folge eine Rolle. Eine verlässliche Skala für körperliche Anstrengung sind diese Namen nicht.
Stell dir zwei Tänze vor: Eine leicht merkbare Folge wird mehrfach ohne Unterbrechung getanzt. Eine anspruchsvollere Folge übst du dagegen mit Stopps, weil ein Übergang noch unklar ist. Im ersten Fall kannst du stärker außer Atem kommen, obwohl du weniger Denkarbeit brauchst. Im zweiten Fall fühlt sich die Stunde vielleicht schwierig an, während deine Atmung vergleichsweise ruhig bleibt.
Auch innerhalb derselben Choreografie unterscheiden sich die Aufgaben. Bei Touch, Heel und Hook ist beispielsweise wichtig, ob du Gewicht überträgst oder den Fuß nur platzierst. Das Verständnis dieser Fußaktionen betrifft zunächst die Technik.
Schwierigkeit beim Merken und Anstrengung beim Bewegen sind zwei getrennte Größen. Nervosität, Konzentration und angespannte Haltung können das Gesamtgefühl zusätzlich prägen. Deshalb lässt sich die Belastung beim Line Dance nicht zuverlässig aus der Lernstufe ablesen.




