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Unterricht verstehen5 Minuten

Tanzimprovisation in Düsseldorf: So wirken offene Aufgaben

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Angeleitete Tanzimprovisation in Düsseldorf erkennst du an offenen Bewegungsaufgaben statt vorgegebenen Schrittfolgen.
  • Du entscheidest innerhalb einer Aufgabe selbst über Bewegungswege, Tempo oder den Einsatz einzelner Körperteile.
  • Die Lehrkraft begleitet deine Versuche mit verständlichen Impulsen und Rückmeldungen zur jeweiligen Aufgabe.
  • Gemeinsame Reflexion macht nachvollziehbar, welche Entscheidungen deine Bewegung verändert haben und was du dabei entdeckt hast.

Vor anderen etwas Eigenes zu bewegen kann sich ungewohnt anfühlen, besonders wenn du sonst Schritte nachmachst. Ein klarer Unterrichtsrahmen gibt dieser Unsicherheit Platz, ohne dir jede Entscheidung abzunehmen.

DefinitionBewegungsparameter

Bewegungsparameter sind veränderbare Merkmale einer Bewegung, etwa Tempo, Richtung, Größe oder Krafteinsatz. Im Improvisationsunterricht können sie den Schwerpunkt einer Aufgabe bilden.

Eine offene Aufgabe begrenzt das Thema, nicht die Lösung

Wenn du in Düsseldorf nach Tanzimprovisation suchst, ist die entscheidende Unterrichtseinheit die Aufgabe. Sie eröffnet einen Bewegungsraum und setzt zugleich eine Grenze. Ein mögliches Beispiel lautet: Lass eine Bewegung am Ellbogen beginnen und durch den Körper weiterlaufen. Vorgegeben ist der Ausgangspunkt, nicht die fertige Form.

Du kannst klein beginnen, eine Kurve entstehen lassen oder den Impuls unterwegs stoppen. Eine andere Person antwortet auf dieselbe Aufgabe vielleicht mit einer deutlichen Gewichtsverlagerung. Unterschiedliche Ergebnisse sind hier Teil des Lernens, solange sie sich auf die Aufgabe beziehen. Beliebigkeit entsteht erst, wenn der gemeinsame Bezug verloren geht.

Die Lehrkraft kann den Rahmen anschließend verändern: Der Impuls soll langsamer wandern oder an einem anderen Körperteil enden. So wird nachvollziehbar, welche Veränderung welche Wirkung hat. Begriffe wie Bewegungsparameter, Erkundung und Variationen bekommen dadurch einen konkreten Inhalt. Für deine Unterrichtssuche in Düsseldorf sind solche beschriebenen Arbeitsweisen aussagekräftiger als das Wort kreativ allein. Wenn dir zunächst die allgemeinen Voraussetzungen eines Einstiegs fehlen, behandelt der Ratgeber zur Auswahl eines Tanzkurses für Anfänger in Düsseldorf diese gesondert.

Auch das Beobachten gehört zum Lernen, wenn du benennen kannst, worauf du dabei achtest.
Auch das Beobachten gehört zum Lernen, wenn du benennen kannst, worauf du dabei achtest.

Anleitung lässt Entscheidungen zu und bleibt trotzdem konkret

Offene Aufgaben werden manchmal mit einem Unterricht ohne Korrekturen verwechselt. Tatsächlich verschiebt sich der Bezug der Rückmeldung. Die Lehrkraft muss deine Bewegung nicht an einer einzigen Vorlage messen, kann aber genau beobachten, ob du das vereinbarte Thema untersuchst und dich dabei sicher bewegst.

Beim Ellbogenimpuls könnte eine Rückmeldung lauten: Der Beginn war deutlich sichtbar, danach hast du fast nur die Hand bewegt. Daraus lässt sich eine weitere Möglichkeit entwickeln, etwa den Brustkorb auf den Impuls antworten zu lassen. Eine pauschale Aufforderung, freier oder ausdrucksstärker zu tanzen, liefert dagegen wenig Orientierung.

Auch ein demonstriertes Beispiel kann hilfreich sein. Es sollte als mögliche Antwort erkennbar bleiben, nicht unbemerkt zur Pflichtlösung werden. Sonst tanzt die Gruppe am Ende doch wieder dieselbe Folge nach.

Der Unterrichtsrahmen betrifft außerdem den gemeinsamen Raum. Abstände, Unterbrechungen und freiwillige Beteiligung an Partneraufgaben ermöglichen Konzentration. Du darfst eine Bewegung verkleinern, wenn dein Körper eine größere Variante nicht angenehm mitmacht. Offenheit bedeutet nicht, körperliche Grenzen zu übergehen oder jede Aufforderung ohne Alternative auszuführen.

Daran erkennst du einen offenen Unterrichtsrahmen

So ja

  • Verschiedene Antworten auf dieselbe Aufgabe zulassen
  • Bewegungsversuche auf das vereinbarte Thema beziehen
  • Beobachtungen mit konkreten Bewegungsmerkmalen beschreiben
  • Bei Partneraufgaben Abstand und Zustimmung beachten

So nicht

  • Alle Antworten an einer Musterbewegung messen
  • Ohne Zusammenhang immer neue Bewegungen verlangen
  • Beiträge nur als schön oder langweilig bewerten
  • Berührung als selbstverständliche Pflicht behandeln

Eine hilfreiche Rückmeldung benennt eine beobachtbare Entscheidung, statt den ganzen Menschen oder seinen Tanz zu bewerten.

Redaktion von udansa

Reflexion macht aus einem Versuch eine Lernerfahrung

Nach einer Bewegungsphase kann ein Gespräch helfen, die Erfahrung zu ordnen. Dafür braucht es keine große Deutung deiner Persönlichkeit. Hilfreich sind beobachtbare Unterschiede: Wann wurde eine Bewegung schneller? Wo entstand eine Pause? Welche Entscheidung hat einen Richtungswechsel ausgelöst?

Du beschreibst zunächst deine eigene Wahrnehmung. Vielleicht fühlte sich die langsamere Variante klarer an, obwohl sie von außen weniger auffällig war. Beobachtende können ergänzen, was sichtbar wurde. Beide Perspektiven dürfen voneinander abweichen, denn körperliches Erleben und äußere Wirkung sind nicht dasselbe.

Gemeinsame Reflexion wird dann produktiv, wenn sie einen weiteren Versuch ermöglicht. Aus der Beobachtung einer abrupten Unterbrechung kann beispielsweise die Aufgabe entstehen, den Übergang länger werden zu lassen. Du musst den ersten Versuch dafür weder verwerfen noch als Fehler betrachten.

Damit ergibt sich ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Aufgabe, Erkundung und Rückmeldung. Wenn du später selbst weiterübst, kann eine einzige veränderte Eigenschaft genügen. Der Ratgeber zum Üben zwischen zwei Tanzstunden ergänzt die Frage, wie du solche Erfahrungen außerhalb des Unterrichts wieder aufgreifst.

Zwei Perspektiven auf dieselbe Aufgabe

Bewegen

Du erlebst die Entscheidung

Wie sich eine Veränderung von innen anfühlt

Du probierst aus, was ein langsamerer Beginn oder ein anderer Bewegungsweg körperlich verändert. Dabei kannst du etwas bemerken, das von außen kaum sichtbar ist, etwa einen leichteren Übergang oder einen Moment des Zögerns.

Beobachten

Du erkennst die Wirkung

Was von einer Veränderung sichtbar wird

Du verfolgst, wie eine Bewegung im Raum erscheint und wann sich ihre Qualität verändert. Deine Beschreibung ergänzt die Erfahrung der tanzenden Person, ohne festzulegen, was sie dabei fühlen sollte oder welche Lösung besser ist.

Häufige Fragen

  1. Für einen ausdrücklich als Einstieg angelegten Improvisationskurs brauchst du nicht unbedingt Tanzerfahrung. Einfache Aufgaben können mit Gehen, Gewichtsverlagerungen oder kleinen Gesten beginnen. Offene Aufgaben allein sagen allerdings nichts über das Niveau aus, denn auch erfahrene Tänzerinnen und Tänzer arbeiten damit.

Kurse für Tanzimprovisation in Düsseldorf

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