Equality Dancing löst Tanzrollen vom Geschlecht
Beim klassischen Rollenverständnis wird oft stillschweigend angenommen, dass ein Mann führt und eine Frau folgt. Equality Dancing stellt diese Zuordnung infrage: Die Rollen beschreiben Aufgaben im Tanz, keine Geschlechter. Lead gibt Bewegungsimpulse und Orientierung, Follow nimmt sie auf und gestaltet die Bewegung mit. Wer welche Rolle übernimmt, vereinbaren die Tanzenden selbst.
Das bedeutet nicht, dass jede Person beide Rollen tanzen muss oder dass eine davon moderner wäre. Manche fühlen sich mit einer Rolle wohl, andere wechseln je nach Musik, Partnerperson oder Figur. Auch in Frankfurt am Main lohnt es sich deshalb, bei der Kurswahl nicht nur auf den Tanzstil zu schauen, sondern darauf, wie der Unterricht Rollen vermittelt.
Queer tanzen kann sich auf gleichgeschlechtliche Paare, nicht-binäre Tanzende oder eine insgesamt offene Rollenpraxis beziehen. Die Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht deckungsgleich: Ein Kurs kann gleichgeschlechtliche Paare willkommen heißen, ohne Rollenwechsel zu unterrichten. Umgekehrt kann ein Kurs freie Rollenwahl anbieten, ohne ausdrücklich als LGBTQ-Angebot ausgeschrieben zu sein. Diese Unterscheidung hilft, Erwartungen vor der Anmeldung zu klären.








