Wie Hannovers Forró-Szene von Mensch zu Mensch wächst
Forró wächst in Hannover nicht über virale Tanzclips, sondern von Mensch zu Mensch auf dem Parkett. Der nordostbrasilianische Paartanz lebt von einer engen, geerdeten Umarmung und dem charakteristischen Dreiklang aus Zabumba-Trommel, Triangel und Akkordeon. Wer in Hannover ankommt, begegnet einer Szene, die sich vor allem über wöchentliche Schnupperworkshops, Kulturzentren in Stadtteilen wie Linden oder der Nordstadt und sommerliche Freiluft-Treffen organisiert. Statt durchchoreografierter Perfektion steht die gemeinsame Verbindung im Vordergrund, weshalb auch Neulinge ohne Vorkenntnisse rasch Anschluss finden. Wer bereits Erfahrung im Tanzkurs in Hannover gesammelt hat, bemerkt sofort den Unterschied: Im Forró gibt es keine steife Haltung, die Knie federn weich im Rhythmus, und die Schritte bleiben nah am Boden.
Die lokale Gemeinschaft legt großen Wert auf ein offenes Miteinander. Feste Tanzpartnerschaften sind hier die Ausnahme, denn auf den Social Dances wird nach jedem Stück gewechselt. Dadurch lernen Einsteiger extrem schnell, auf unterschiedliche Führungsimpulse zu reagieren. Die Kurse in Hannover vermitteln dabei nicht nur das typische Schrittmuster im Zwei-Viertel-Takt, sondern auch das feine Gespür für Körperkontakt auf Augenhöhe.





