Das Tanzarchiv Leipzig und seine historischen Wurzeln
Das Tanzarchiv Leipzig bildet das historische Gedächtnis des Bühnen- und Laientanzes im Osten Deutschlands. Gegründet im Jahr 1957, agierte die Einrichtung über Jahrzehnte hinweg als Außenstelle der Akademie der Künste der DDR. Tanzschaffende, Choreografen und Forschende bündelten hier Dokumente, die andernfalls verstreut oder verloren gegangen wären. Heute lagern diese wertvollen Bestände sicher in der Universitätsbibliothek Leipzig, wo sie für Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen zugänglich aufbewahrt werden.
Wer sich für die Entwicklung moderner Tanzkonzepte interessiert, stößt in den Leipziger Archivalien auf faszinierende Zeugnisse. Die Sammlung umfasst nicht nur staatlich geförderte Ballettinszenierungen, sondern fängt das gesamte Spektrum des Tanzens in vier Jahrzehnten DDR-Geschichte ein. Vom klassischen Ensembledokument bis zu handgeschriebenen Notizen freier Ensembles spiegelt das Archiv wider, wie Bewegungskunst damals funktionierte.




