Brauchtum zum Saisonausklang vor dem Advent
Der Kathreintanz in München markiert das offizielle Finale des Volkstanzjahres. Der Ursprung liegt im Gedenktag der heiligen Katharina von Alexandrien am 25. November. In früheren Jahrhunderten begann danach die strenge adventliche Fastenzeit, in der öffentliche Tanzlustbarkeiten und laute Musik streng untersagt waren. Die Redewendung „Kathrein stellt den Tanz ein“ fasst diese Zäsur zusammen. In München wird dieser Termin bis heute als großes Fest begangen, bei dem mehrere Säle im Hofbräuhaus am Platzl voll getanzt werden, bevor die ruhigere Winterzeit anbricht.
Das Kulturreferat der Stadt München richtet den Kathreintanz gemeinsam mit dem Hofbräuhaus aus. Gefeiert wird traditionsgemäß am Samstag vor dem Advent. Anders als bei geschlossenen Brauchtumsabenden richtet sich das Fest an das gesamte tanzbegeisterte Publikum. Verschiedene Musikkapellen spielen in unterschiedlichen Sälen gleichzeitig auf, sodass Tanzende zwischen gemütlichen Runden und anspruchsvolleren Rhythmen wechseln können. Wer das bayerische Parkett kennenlernen möchte, erlebt hier das lebendige Miteinander von Jung und Alt.








