Der Kursname legt den Unterricht noch nicht fest
Wenn du in Zürich einen Kurs für zeitgenössischen Tanz suchst, begegnen dir möglicherweise auch die Bezeichnungen Contemporary Dance und Modern Dance. Sie werden nicht überall gleich verwendet. Modern Dance hat eigene historische Traditionen; Contemporary Dance kann unterschiedliche Bewegungstechniken und künstlerische Arbeitsweisen verbinden. Eine Bezeichnung allein verrät deshalb weder die Schwierigkeit noch den Aufbau einer Stunde.
Für deine Auswahl sind drei Angaben hilfreicher: Wie wird am Boden gearbeitet, welchen Platz hat Improvisation und welche Bewegungserfahrung wird vorausgesetzt? Eine Stunde kann nach dem Aufwärmen überwiegend feste Bewegungsphrasen vermitteln. Eine andere entwickelt Material aus Wahrnehmungsaufgaben und lässt mehr Zeit für eigene Lösungen. Beides kann zeitgenössischer Unterricht sein, fühlt sich beim Lernen aber anders an.
Die Beschäftigung mit Bewegungskunst hat in Zürich auch eine historische Spur: Um 1915 gründete Rudolf von Laban hier eine Schule für Bewegungskunst. Daraus lässt sich jedoch kein heutiges Kursangebot ableiten. Für deinen Unterricht zählt das beschriebene Bewegungsmaterial, nicht die Nähe eines Namens zu einer Tanztradition. Ein Kurs mit Schwerpunkt Improvisation ist zudem nicht automatisch ein vollständiger Technikunterricht für Contemporary Dance.







