Die Kinesphäre als persönlicher Bewegungsraum
Wer sich im Acro Dance bewegt, merkt schnell, dass der Boden kein zweidimensionales Hindernis ist, sondern ein dreidimensionaler Partner. Die Kinesphäre beschreibt dabei den gesamten Raum, den du mit deinen Gliedmaßen erreichen kannst, ohne deinen Standort zu verändern. Für die optimale Brücke aus dem Stand oder ein fließendes Rad bedeutet das: Du musst deine Kinesphäre genau kennen, um nicht mitten in der Bewegung abrupt abzustoppen. Der Platzbedarf für die Bodenakrobatik im Tanz unterscheidet sich grundlegend von aufrechten Tanzstilen, da sich dein Körperschwerpunkt ständig verschiebt und du in alle Richtungen Raum beanspruchst.
Um die Kinesphäre optimal zu nutzen, solltest du dir deiner Reichweite in drei Ebenen bewusst sein: der tiefen Ebene direkt am Boden, der mittleren Ebene in der Hocke oder im Knien und der hohen Ebene im Stand. Sobald du lernte, diese Ebenen fließend zu verbinden, verlierst du die Angst vor dem Kontrollverlust. Du bewegst dich nicht mehr nur von Punkt A nach Punkt B, sondern gestaltest den Raum um dich herum aktiv mit jeder Faser deines Körpers.


