Der Platzbedarf gehört dem ganzen Paar
Ein kurzer Seitweg allein macht eure Folge noch nicht kompakt. Entscheidend ist die Fläche, die ihr mit beiden Körpern, Füßen und Armen zusammen beansprucht. Tanzt einer schmal und der andere gewohnt breit, verändert sich der Abstand: Die Verbindung spannt oder die Gegenüberstellung verschiebt sich. Deshalb verkleinert ihr den Bewegungsumfang gemeinsam, statt nur den führenden Part zu bremsen.
Beim Cha cha cha auf einer kleinen Tanzfläche bleibt die zeitliche Struktur gleich. Ihr verändert die Strecke, nicht die Zahl der Schritte. Auch ein kaum sichtbarer Schritt braucht einen echten Gewichtswechsel, sonst fehlt euch der freie Fuß für die Fortsetzung. Die technische Ausführung des Chassés setzt ihr hier als bekannt voraus.
Denkt außerdem an eure Arme: Eine weite Seitenöffnung kann mehr Platz verlangen als die Füße darunter. Beweglichkeit erlaubt euch viele Positionen, verpflichtet euch aber nicht, sie auszuschöpfen. Der Ratgeber über Beweglichkeit durch Tanzen ordnet diesen körperlichen Spielraum ein.
Wählt für die Übung deshalb eine vertraute Folge ohne große Öffnung. Eine bekannte Drehung ist nur dann geeignet, wenn ihr ihren gesamten Weg schon kontrolliert. Die Anleitung zur geführten Arm-Drehung erklärt deren Ablauf separat. Hier geht es ausschließlich darum, vorhandene Wege zu verkürzen. Neue Figuren würden den Vergleich zwischen großer und kleiner Ausführung unnötig erschweren.

