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Stil-Ratgeber4 Minuten

Modern oder Contemporary Test: Welcher Tanztyp bist du?

Von Bernhard De LucaStand

Kurz gesagt
  • Der Modern Dance basiert auf historischen, klar strukturierten Techniken mit festen Regeln für den Körper.
  • Contemporary Dance bricht diese Strukturen auf und stellt den individuellen, freien Gefühlsausdruck in den Vordergrund.
  • Unser Selbsttest ermittelt anhand deiner Vorlieben im Training, welcher der beiden Stile besser zu dir passt.
  • Die Auswertung hilft dir, die passende Klasse in deiner Nähe ohne Frustration auszuwählen.

Die Welt des zeitgenössischen Tanzes ist faszinierend, vielseitig und manchmal verwirrend. Finde mit unserem schnellen Selbsttest heraus, ob dein Herz für die präzisen Linien des Modern Dance oder die kreative Freiheit des Contemporary schlägt.

Strukturierte Schule gegen kreative Freiheit

Wer sich mit dem modernen Tanz beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Begriffe oft durcheinandergeworfen werden. Doch hinter den Kulissen verbergen sich zwei völlig unterschiedliche Philosophien. Der klassische Modern Dance basiert auf den großen Schulen des 20. Jahrhunderts: Er hat eine klare, fast schon akademische Struktur, eigene Benennungen und feste Bewegungsabläufe. Hier lernst du präzise Techniken, um deinen Körper als perfekt gestimmtes Instrument zu beherrschen. Wenn du feste Regeln liebst und dich an klaren Linien orientieren möchtest, bietet dir dieser Stil einen wunderbaren, sicheren Rahmen.

Contemporary Dance hingegen ist das Kind der Rebellion gegen jede Form von Dogma. Er bedient sich zwar der Techniken des Modern Dance, wirft die starren Regeln aber bewusst über Bord. Hier geht es um den Moment, den individuellen Ausdruck und das Spiel mit der Schwerkraft. Du lernst, wie du die Schwerkraft nutzen im zeitgenössischen Tanz kannst, um mühelos über den Boden zu gleiten. Wenn du dich ohne feste Vorgaben ausdrücken und deine eigenen Bewegungsmuster erforschen willst, ist dieser freie Ansatz genau das Richtige für dich.

Finde deinen Tanzstil: Der schnelle Selbsttest

  1. Wie lernst du neue Bewegungsabläufe am liebsten?

    • A: Schritt für Schritt nach einer klaren, logischen Methode.
    • B: Durch Ausprobieren, Erspüren und freies Nachmachen.
  2. Was ist dir beim Tanzen am wichtigsten?

    • A: Körperbeherrschung, Kraft und das Meistern einer präzisen Technik.
    • B: Emotionen zeigen, den Kopf ausschalten und im Fluss sein.
  3. Wie stehst du zur Improvisation im Unterricht?

    • A: Sie verunsichert mich, ich tanze lieber vorgegebene Abläufe.
    • B: Sie befreit mich, ich liebe das Spiel mit eigenen Ideen.
  4. Welche Musik inspiriert dich am meisten zur Bewegung?

    • A: Klassische Klänge, Trommelrhythmen oder strukturierte Instrumentalmusik.
    • B: Soundscapes, moderne Pop-Balladen oder auch mal absolute Stille.

Deine Auswertung

Meist A: Der strukturierte Modern-Typ

Du liebst es, wenn Bewegungen eine klare Logik und eine nachvollziehbare Struktur haben. Die präzisen, historisch gewachsenen Techniken des Modern Dance geben dir den perfekten Halt, um deinen Körper systematisch zu trainieren. Suche gezielt nach Kursen, die klassische Schulen wie Graham oder Horton unterrichten.

Meist B: Der freie Contemporary-Typ

Für dich steht der persönliche Ausdruck und das Loslassen im Vordergrund. Du möchtest dich nicht in feste Formen pressen lassen, sondern suchst die Freiheit der Bewegung und die kreative Improvisation. Contemporary Dance mit Elementen aus Release und Floorwork ist deine tänzerische Heimat.

Direktvergleich: Modern vs. Contemporary

KriteriumModern DanceContemporary Dance
UrsprungSchulen des 20. JahrhundertsPostmoderne Rebellion ab ca. 1960
BewegungsbasisFeste Techniken und PrinzipienStilübergreifende, freie Muster
ImprovisationGering, meist feste ChoreografienSehr hoch, oft zentraler Bestandteil
KörperfokusSpannung, Linie, Schwerkraft-WiderstandRelease, Fluss, Schwerkraft-Nutzen
LernwegAkademisch und systematischExperimentell und individuell

Die Übergänge in modernen Tanzschulen sind oft fließend und hängen stark vom Lehrer ab.

Wie du dein Testergebnis im Studio nutzt

Sobald du dein Testergebnis schwarz auf weiß vor dir hast, geht es an die Umsetzung. Lass dich nicht von den Begriffen einschüchtern: Viele Tanzschulen bieten heute Mischformen an oder nutzen die Namen synonym. Schau dir die Kursbeschreibungen genau an. Stehen dort Begriffe wie Graham-Technik, Limón oder Horton, erwartet dich eine strukturierte Modern-Klasse. Liest du hingegen von Improvisation, Release oder Floorwork, geht es in Richtung Contemporary.

Für den Einstieg im Contemporary hilft es außerdem, die Angst vor Improvisation im Contemporary abzubauen. Viele Anfänger befürchten, sich ohne feste Schritte peinlich zu verhalten, doch im Studio herrscht eine wertfreie, unterstützende Atmosphäre. Nutze dein Testergebnis als Kompass, um gezielt nach Schnupperstunden zu suchen. Am Ende entscheidet dein Bauchgefühl, in welchem Raum du dich am wohlsten fühlst und wo deine Energie am besten fließen kann.

Häufige Fragen

  1. Nein, du benötigst für beide Stile keinerlei Vorkenntnisse. Die Kurse für Erwachsene sind so aufgebaut, dass du die Bewegungen und das Körpergefühl von Grund auf lernst.

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