Die amerikanischen Wurzeln einer globalen Bewegung
Die Wurzeln des Tribal Fusion liegen in den späten 1960er und 1970er Jahren in den USA. Alles begann mit dem American Tribal Style (ATS), der von Pionierinnen wie Jamila Salimpour und später Carolena Nericcio in San Francisco entwickelt wurde. Während der klassische orientalische Tanz oft als Solotanz für die Bühne konzipiert ist, basierte ATS auf einer Gruppenimprovisation. Die Tänzerinnen nutzten ein System aus nonverbalen Zeichen, um synchron und ohne feste Choreografie miteinander zu tanzen. Dieser kollektive Geist prägte die Geschichte des American Tribal Style nachhaltig und legte das Fundament für eine völlig neue Ästhetik, die sich bewusst von den glitzernden Kabarett-Kostümen des klassischen Raqs Sharqi abwandte.
Aus dieser starken Gemeinschaft heraus entwickelte sich in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren der Wunsch nach mehr individueller Freiheit. Wegbereiterinnen wie Jill Parker, die als Urmutter des Tribal Fusion gilt, begannen, die strengen Improvisationsregeln des ATS aufzubrechen. Sie mischten die erdigen Bewegungen mit Elementen aus anderen Tanzstilen und tanzten wieder vermehrt choreografiert und solo. Wer tiefer in die Ursprünge der gesamten Tanzfamilie eintauchen möchte, findet wertvolle Einblicke in der Die Geschichte des Bauchtanzes: Vom Ritual zur Bühne.






