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Schritttechnik6 Minuten

Slowfox-Schrittlänge: Den Slow nicht überziehen

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Der Slow dauert länger, verlangt aber keinen besonders weiten Schritt in Federschritt und Dreierschritt.
  • Wähle den Slow so, dass du beide folgenden Quicks ohne hastiges Nachsetzen erreichst.
  • Verkürze einen überzogenen Slow zunächst, statt die fehlende Strecke mit den Quicks aufzuholen.
  • Im Paar richtet sich die gemeinsame Strecke nach dem bequem erreichbaren Schritt beider Tanzenden.

Ein großer Schritt sieht nach viel Raumgewinn aus, kann sich aber schon beim nächsten Fuß wie eine Sackgasse anfühlen. Besonders im Paar fällt das auf: Einer kommt noch weiter, der andere muss bereits hinterherziehen.

Das brauchst du für die Übung

  • Bekannte Fußfolgen von Federschritt und Dreierschritt
  • Tanzschuhe mit zum Boden passender Sohle
  • Freie Übungsbahn ohne andere Paare im Weg
  • Eine Person für die vorwärts und eine für die rückwärts tanzende Rolle
  • Eine kurze Übungsaufnahme auf dem Handy, optional

Die Dauer des Slow legt seine Strecke nicht fest

Ein Slow bekommt in der üblichen Zählweise zwei Schläge, ein Quick einen. Daraus folgt aber keine feste Formel für die Strecke: Der Slow muss nicht doppelt so lang sein wie jeder Quick. Schrittlänge hängt auch von deinem Bewegungsumfang, der Figur und dem gemeinsamen Platz ab. Mehr Zeit ist keine Aufforderung, den Fuß möglichst weit wegzustellen.

Bei einem überzogenen Schritt landet der vordere Fuß so weit vor dir, dass du dich erst mühsam dorthin bringen musst. Rückwärts kann ein zu weit ausgestrecktes Bein ähnlich bremsen. Die beiden Quicks wirken dann plötzlich knapp, obwohl ihr an der Zählweise nichts geändert habt. Für diese Übung zählt deshalb nicht, wie lang der erste Schritt aussieht, sondern wie gut die ganze Dreiergruppe räumlich erreichbar bleibt.

Behalte die bekannten Wege der Figuren bei. Beim Federschritt wird der Abschluss nicht durch zusätzliches seitliches Ausholen erleichtert; beim Dreierschritt brauchst du keinen künstlich verlängerten Auftakt. Den Anschluss zeigt dir die Anleitung zum Verbinden von Federschritt und Dreierschritt. Ein verwandtes Warnsignal findest du auch bei zu großen Schritten im Walzer: Die nächste Bewegung verlangt eine Rettungsaktion statt eines normal erreichbaren Schritts.

Die Strecke lässt sich leichter beurteilen, wenn du auch den Platz zwischen beiden Füßen siehst.
Die Strecke lässt sich leichter beurteilen, wenn du auch den Platz zwischen beiden Füßen siehst.

In sieben Schritten die passende Länge finden

  1. Eine normale Wiederholung tanzen

    Tanze zunächst einen bekannten Federschritt und einen bekannten Dreierschritt mit deiner bisherigen Schrittlänge. Merke dir, bei welchem Baustein der erste Quick schwer erreichbar wird, ohne die Fußfolge zu verändern.

  2. Den auffälligen Baustein auswählen

    Nimm nur den Baustein, bei dem das Problem deutlicher auftritt. Tanze ihn auf derselben freien Bahn erneut und beobachte die Strecke des Slow: Ein deutliches Ziehen, Strecken oder hektisches Nachsetzen danach ist dein Ausgangssignal.

  3. Den Slow etwas kürzer setzen

    Verringere beim nächsten Versuch nur die Reichweite des Slow spürbar, aber nicht bis zum Tippelschritt. Lass die Quicks zunächst so lang wie zuvor; die Änderung ist gelungen, wenn der erste Quick ohne zusätzlichen Rettungsschritt erreichbar bleibt.

  4. Beide Quicks räumlich zulassen

    Tanze die komplette Dreiergruppe und gib auch dem zweiten Quick eine bequem erreichbare Strecke. Passe sie bei Bedarf etwas an, ohne ein festes Längenverhältnis zu erzwingen; beide Quicks sollen sich als reguläre Schritte anfühlen, nicht als hastige Nachholbewegungen.

  5. Die gemeinsame Strecke abstimmen

    Wiederhole den Baustein in Tanzhaltung. Die vorwärts tanzende Person reduziert ihren Weg, wenn die rückwärts tanzende Person nur durch starkes Ausstrecken mithalten kann; gelungen ist der Versuch, wenn niemand am anderen zieht oder dessen Füße bedrängt.

  6. Den zweiten Baustein dosieren

    Übertrage dieselbe Korrektur auf die andere bekannte Figur. Beginne wieder mit einem mäßigen Slow und ergänze die Quicks; suche deren passende Strecke neu, statt die Fußabstände der ersten Figur unverändert zu kopieren.

  7. Die Folge wiederholen und festhalten

    Tanze die bekannte Verbindung in mehreren ruhigen Wiederholungen. Notiere anschließend ein konkretes Ergebnis, etwa „Der erste Quick braucht keinen Zusatzschritt mehr“; bleibt das Problem nur in einer Figur, übe deren verkürzten Slow gesondert weiter.

Beim Korrigieren gezielt verändern

So ja

  • Die Schrittlänge ändern, die bekannte Fußfolge behalten
  • Die gemeinsame Strecke am kleineren Bewegungsumfang ausrichten
  • Die Quicks im gewohnten Rhythmus erreichen
  • Bei Enge die ganze Gruppe räumlich verkleinern

So nicht

  • Für einen kürzeren Weg zusätzliche Schritte einbauen
  • Mit längeren Beinen die andere Person weiterziehen
  • Mit schnelleren Quicks den überlangen Slow retten
  • Nur den Slow kürzen und die Quicks ins nächste Paar setzen

Deine Übung nach Zeitpunkten abhaken

Vor dem ersten Versuch

Start

Nach der Korrektur

Kontrolle

Zum Übungsende

Ergebnis

Häufige Fragen

  1. Eine allgemein passende Zentimeterzahl gibt es für deinen Slowfox-Schritt nicht. Beinlänge, Bewegungsumfang und die Strecke im Paar unterscheiden sich. Nutze stattdessen ein funktionales Maß: Du erreichst die beiden Quicks danach in der bekannten Fußfolge, ohne dich zu strecken, zu ziehen oder einen Zusatzschritt einzubauen.

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