Die Dynamik des gejagten Schritts auf dem Parkett
Das Chassé ist eine der vielseitigsten und zugleich grundlegendsten Figuren auf dem Parkett. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt so viel wie gejagt. Und genau das beschreibt die Dynamik dieser Bewegung perfekt: Ein Fuß scheint den anderen unaufhörlich vor sich her zu jagen. Wer die Chassé-Schrittfolge im Standardtanz sauber beherrscht, besitzt den Schlüssel zu fließenden Übergängen in ganz unterschiedlichen Tänzen.
Besonders prominent begegnet uns das Chassé, wenn wir chasse quickstep walzer tanzen. Während es im Quickstep für spritzige, temporeiche Seitwärtsschritte sorgt, verleiht es dem Langsamen Walzer seine typische, schwebende Eleganz. Die Struktur der Schritte bleibt dabei im Kern immer gleich: Ein Schritt zur Seite oder nach vorn, das Heranziehen und Schließen des anderen Fußes, gefolgt von einem weiteren Schritt, der die Bewegung wieder öffnet. Die Kunst liegt darin, diese drei Phasen nicht abgehackt, sondern als eine einzige, harmonische Einheit zu tanzen.




