Die Voraussetzungen zählen mehr als der Stufenname
Bezeichnungen wie Grundkurs, Aufbaukurs oder Mittelstufe sagen allein wenig darüber aus, was am ersten Abend erwartet wird. Entscheidend ist, welche Inhalte bereits bekannt sein sollen. Ein Kurs kann Grundschritte neu erklären, ein anderer setzt sie voraus und beginnt direkt mit Verbindungen. Die Bezeichnung derselben Stufe muss bei zwei Tanzschulen deshalb nicht denselben Einstieg bedeuten.
Stell dir vor, du hast mehrere Kurse besucht, dein Partner aber noch keinen. Dann ist der Anfängerkurs die naheliegende gemeinsame Wahl. Deine Erfahrung kann beim Wiederholen nützlich sein, ersetzt aber nicht seinen eigenen Unterricht. Habt ihr dagegen beide einen Grundkurs abgeschlossen und nur du anschließend weitergetanzt, kann der Aufbaukurs passen: Voraussetzung ist, dass die dort erwarteten Grundlagen bei euch beiden vorhanden sind.
Vergleicht konkrete Kursinhalte, nicht die Zahl eurer Tanzjahre. Erfahrung in einem anderen Tanzstil deckt die Voraussetzungen nicht automatisch ab. Beim Foxtrott gehört beispielsweise der Grundschritt in beiden Rollen zum Einstieg, nicht bloß allgemeines Rhythmusgefühl. Außerdem bedeutet eine längere Stunde nicht automatisch mehr Einführung: Wie sich Unterrichtsdauer, Pausen und Übungszeit verteilen, beeinflusst den Ablauf, ersetzt aber keine fehlenden Grundlagen.




