Das Werk sagt mehr als der Name der Bühne
Für Deine Auswahl in Bonn ist die Bühne ein Ausgangspunkt, aber kein verlässliches Etikett für die Ästhetik eines einzelnen Werks. Ab der Spielzeit 2007/2008 dokumentieren die vorliegenden Angaben internationale Tanzgastspiele im Opernhaus Bonn, darunter zeitgenössischen Tanz. Für das Theater im Ballsaal beschreiben sie eine damalige künstlerische Verantwortung von CocoonDance für den Tanz. Daraus lässt sich kein aktueller Spielplan ableiten und auch keine feste Zuordnung wie „hier erzählerisch, dort abstrakt“.
Die aussagekräftigsten Hinweise beschreiben, was Menschen auf der Bühne tun und wie das Werk aufgebaut ist. „Erforscht Nähe“ benennt zunächst ein Thema. „Ein Duett verändert durch Berührung und Rückzug seine Abstände“ liefert zusätzlich eine beobachtbare Handlung. Angaben zu Wiederholung, gesprochenem Text, Live-Musik oder mehreren gleichzeitig ablaufenden Szenen helfen Dir, Deine Erwartungen genauer zu fassen.
Eine Handlung mit Anfang, Konflikt und Auflösung ist nur ein möglicher Zugang. Zum Vergleich zeigt die Anleitung zum Aufbau einer verständlichen Bühnengeschichte, wie ausdrücklich erzählerische Szenen funktionieren. Zeitgenössische Arbeiten müssen diesem Muster nicht folgen. Sobald Du Dich für ein Werk entschieden hast, gehört die weitere Vorbereitung zum ersten Tanztheaterbesuch in Bonn, nicht mehr zur künstlerischen Auswahl.




