Dein Text übersetzt Unterricht in Erwartungen
Eine Kursbeschreibung ist eine kleine Vorschau auf deinen Unterricht. Interessierte kennen deine internen Niveaukürzel oft nicht und können aus „Technik und Figuren“ kaum ableiten, was sie erwartet. Übersetze deshalb deine Unterrichtsplanung in beobachtbare Tätigkeiten: Gewichtswechsel üben, einen Grundschritt zur Musik wiederholen oder eine einfache Drehung mit Partner ausführen. So entsteht ein verständliches Bild, ohne dass du jede Übung aufzählen musst.
Trenne das Kursziel von einer Erfolgsgarantie. „Du übst, den Grundschritt zur Musik zu tanzen“ beschreibt dein Angebot. „Nach dem Kurs tanzt du sicher zu jedem Lied“ verspricht dagegen ein Ergebnis, das von Übung, Lerntempo und Musik abhängt. Auch Bezeichnungen wie „offenes Level“ brauchen eine Erklärung: Arbeiten alle an derselben Aufgabe, oder bekommen erfahrenere Teilnehmende zusätzliche Varianten?
Schreibe für die Menschen, die du mit diesem Angebot bereits ansprechen möchtest. Die Entscheidung dazu gehört zur Festlegung deiner Zielgruppe, nicht in den Schreibprozess. Innerhalb deiner Marketingplanung für die Tanzschule übernimmt die Kursseite eine konkrete Aufgabe: Sie macht aus einem ersten Interesse eine informierte Anfrage. Dafür braucht sie überprüfbare Angaben, keine wechselnden Werbeslogans. Ein persönlicher Ton entsteht schon dadurch, dass du erklärst, wie deine Lehrkraft mit Unsicherheit und unterschiedlichen Lerntempi arbeitet.

