Gemeinsam auf einen Ruf antworten
Auf udansa findest du Kontakte für gemeinsame Kindertanzrunden und Kurse, in denen Kinder musikalische Signale in Bewegung umsetzen. So bekommt eure nächste Runde weitere Gesten, die ihr zusammen ausprobieren könnt.
От Bernhard De LucaАктуализирано
Auf udansa findest du Kontakte für gemeinsame Kindertanzrunden und Kurse, in denen Kinder musikalische Signale in Bewegung umsetzen. So bekommt eure nächste Runde weitere Gesten, die ihr zusammen ausprobieren könnt.
Bei einer lauten Faschingsrunde verschwinden lange Erklärungen schnell zwischen Musik und Stimmen. Eine sichtbare Einladung zum Antworten erreicht auch Kinder, die den Liedtext noch nicht kennen oder zunächst lieber zuschauen.
Ruf und Antwort bedeutet: Eine Stimme beginnt, die anderen übernehmen danach. Ein Lied, dessen Gesang ohne Pause weiterläuft, lässt dafür keinen freien Platz. Wenn du darüber zusätzliche Rufe ansagst, hören die Kinder gleichzeitig die Aufnahme und dich. Nutze deshalb eine passende Lücke im Refrain oder singe den kurzen Ruf selbst, zunächst ganz ohne Aufnahme. Die Gruppe muss deine Stimme bequem verstehen können.
Für einen direkten Einstieg kannst du eine eigene kleine Rufrunde verwenden: Du singst „Helau!“, die Kinder antworten „Helau!“ und winken einmal. Danach singst du „Hurra!“, die Kinder antworten „Hurra!“ und öffnen beide Hände vor der Brust. Das ist ein selbst gewähltes Übungsbeispiel, kein festgelegter Liedtext. Eine kurze, gleichbleibende Melodie genügt. Die Begriffe kannst du an den Faschingsruf deiner Runde anpassen.
Die Geste gehört zum Ruf, nicht zu jedem einzelnen Wort eines langen Liedes. Dadurch bleibt die Zuordnung überschaubar. Lass die Füße zunächst ruhig stehen: Das Prinzip, Arme und Beine erst getrennt zu koordinieren, hilft auch hier. Die musikalische Idee des gegenseitigen Antwortens findest du außerdem bei den Klangspielen im Stepptanz für Kinder, dort antworten vor allem die Füße.

Sprich oder singe deinen kurzen Ruf und lass danach eine ebenso lange freie Stelle. Bei einer Aufnahme nutzt du eine vorhandene Antwortpause; fehlt sie, beginnst du ohne Gerät. Dein eigener Ruf und die Gruppenantwort sollen nacheinander gut hörbar sein.
Lege beispielsweise fest: „Helau!“ bekommt ein einmaliges Winken, „Hurra!“ zwei geöffnete Hände vor der Brust. Führe jede Geste bequem am Platz aus. Die Bewegungen sollen auch dann unterscheidbar bleiben, wenn ein Kind sie nur klein macht.
Sage: „Bei Helau winken wir, bei Hurra öffnen wir die Hände.“ Zeige jeden Ruf mit seiner Geste einzeln und lass die Kinder direkt nachmachen. Beginne erst mit der gesungenen Runde, wenn die beiden Zeichen erkennbar auseinandergehalten werden.
Singe „Helau!“ und zeige das Winken einmal dazu. Lade die Kinder mit offener Handfläche zur Antwort ein und winke bei ihrem „Helau!“ noch mit. Warte, bis ihre Antwort zu Ende ist, statt schon den zweiten Ruf darüberzulegen.
Führe nun „Hurra!“ genauso ein und verbinde anschließend beide Ruf-Antwort-Paare. Wiederhole die Runde in derselben Reihenfolge. Wenn die Gruppe beim Wechsel stockt, zeige die nächste Geste vor dem Ruf kurz an, ohne eine zusätzliche Bewegung einzuführen.
Lass bei einer weiteren Runde deine Rufgeste weg und gib nur noch das hörbare Signal und die Einladung zur Antwort. Erkennbar gelungen ist das, wenn die Kinder die passende Geste selbst beginnen. Bei Unsicherheit machst du wieder mit, ohne neu zu erklären.
Kündige vor dem nächsten Ruf an: „Diese Runde ist die letzte.“ Lass beide Antworten vollständig ausklingen und senke danach deine Hände. So endet das Lied gemeinsam, ohne dass einzelne Kinder noch auf einen weiteren Einsatz warten.
Im Kindertanz kannst du mit deinem Kind weitere Möglichkeiten entdecken, Musik hörbar und sichtbar zu beantworten.
So ja
So nicht
Vorbereitung
Einstieg
Abschluss
Verlängere zunächst die Pause und lade erst danach sichtbar zur Antwort ein. Übe ein Ruf-Antwort-Paar ohne Musik, während du beim eigenen Ruf auf dich und danach offen zur Gruppe zeigst. Sobald der Wechsel hörbar klappt, kehrst du zum gesungenen Ruf zurück und lässt die Hilfszeichen wieder kleiner werden.
Nein, für diese Form genügen die wiederkehrenden Rufwörter. Die Strophen kannst du selbst singen oder von der Aufnahme übernehmen lassen, während die Kinder zuhören. Verlange nicht gleichzeitig Textlernen und neue Bewegungen. Der erkennbare Refrain gibt ihnen einen festen Moment, an dem sie wieder einsteigen können.
Nutze dieselben Rufe mit Gesten, die bequem im Sitzen möglich sind. Winken oder Händeöffnen braucht weder einen Schritt noch ein Aufstehen. Jedes Kind bestimmt die Bewegungsgröße selbst; auch ein kleines Öffnen der Finger kann die Antwort sein. Zeige diese Variante gleich mit, ohne daraus eine gesonderte Aufgabe zu machen.
Ja, ein Kind kann die Rufrolle freiwillig übernehmen, sobald die Gruppe den Ablauf kennt. Stell dich anfangs daneben und gib bei Bedarf ein leises Startsignal. Lass die vereinbarten Gesten unverändert und übernimm wieder, wenn das Kind nicht weiterführen möchte. Die Rolle braucht keine besonders laute Stimme.
Gib selbst eine deutlich gesungene Antwort in normaler Lautstärke vor und senke gegebenenfalls die Musik. Ein Wettkampf um die lauteste Gruppe verstärkt das Schreien, also verzichte auf solche Ansagen. Nutze lieber eine Runde mit kleiner Stimme und klarer Geste, bevor du wieder zur üblichen Lautstärke zurückkehrst.