Bühnentradition am Augustusplatz seit 1960
Wer einen Vorstellungsabend an der Oper Leipzig besucht, betritt ein Haus mit bemerkenswerter Tradition. Das Leipziger Ballett führt seine historischen Wurzeln bis in das späte 17. Jahrhundert zurück. Seit der Eröffnung des heutigen Opernhauses am Augustusplatz im Jahr 1960 besitzt die traditionsreiche Compagnie dort ihre feste Spielstätte. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet ein Besuch hier weit mehr als das bloße Betrachten klassischer Tanzschritte: Das Haus verbindet das Erbe großer Handlungsballette mit einer lebendigen, neoklassischen Tanzsprache.
Gerade diese Verbindung prägt den Charakter der Vorstellungen in Leipzig. Das Ensemble meistert die anspruchsvollen Formen des akademischen Tanzes, nutzt diese jedoch vor allem, um epische Erzählungen und emotionale Welten auf die monumentale Bühne des Hauses zu bringen. Wer sich für die Vielfalt des Bühnentanzes begeistert, gewinnt durch einen Abend im Opernhaus Leipzig einen tiefen Einblick in choreografische Handwerkskunst, die weit über dekorative Bewegung hinausgeht.




