Bairischer Volkstanz in München: Rhythmus trifft Form
Wer an Volkstanz in München denkt, stößt schnell auf zwei traditionsreiche Formen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: den rhythmisch vertrackten Zwiefacher und die elegante Münchner Française. Während der Zwiefache als bairischer Volkstanz tief im Alpenvorland verwurzelt ist, stammt die Française ursprünglich aus den Ballsälen des 19. Jahrhunderts. In München gehören beide fest zum Repertoire geselliger Tanzveranstaltungen, bei denen das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht.
Das Besondere am Zwiefacher ist der unregelmäßige Taktwechsel. Tänzerinnen und Tänzer wechseln fließend zwischen Dreivierteltakt und Zweivierteltakt, was Konzentration und genaues Hinhören verlangt. Die Münchner Française hingegen ist ein fünfteiliger Gesellschaftstanz, der in langen, sich gegenüberstehenden Reihen getanzt wird. Beide Tänze beweisen, dass traditioneller Volkstanz in München kein starres Brauchtum ist, sondern lebendige Bewegung auf dem Parkett. Wer die Grundlagen versteht, findet schnell Anschluss an offenen Tanzabenden.




