Die übliche Taktrate beschreibt ganze Dreiergruppen
Wenn im Standardtanzen vom Tempo des Wiener Walzers die Rede ist, werden häufig vollständige Takte gezählt. Als üblicher Orientierungsbereich gelten etwa 58 bis 60 Takte pro Minute. Dieser Bereich beschreibt die schnelle Walzerform im internationalen Standardtanzen, nicht jede Aufnahme, die als Wiener Walzer bezeichnet wird.
Bei Tanzabenden und beim Üben begegnen dir auch langsamere Fassungen, beispielsweise um 50 Takte pro Minute. Das ist kein Widerspruch zum üblichen Standardtempo. Eine Musik kann für einen bestimmten Übungsrahmen verlangsamt sein; eine Konzertinterpretation wiederum folgt nicht zwingend einem gleichmäßigen Tanztempo. Aus der Bezeichnung allein ergibt sich deshalb keine exakte Geschwindigkeit.
Die Taktrate fasst jeweils drei Viertelschläge zu einer Einheit zusammen. Bei 60 Takten pro Minute dauert ein Takt eine Sekunde. Innerhalb dieser Sekunde liegen drei Viertelschläge. Die Zahl 60 wirkt dadurch auf dem Papier moderat, obwohl die einzelnen Zählzeiten rasch aufeinanderfolgen.
Das Tempo beschreibt die Musik, nicht automatisch die Schwierigkeit einer Figur. Koordinationsanforderungen sind davon getrennt, wie der Ratgeber zum Koordinieren von Armen und Beinen erläutert. Eine Tempoangabe ersetzt weder die Einordnung deines Lernstands noch eine Beschreibung der Bewegung.



