Verankern heißt, einen Abschluss belastbar zu machen
Beim West Coast Swing bezeichnet der Anchor Step den Abschluss eines Patterns. In einem üblichen Sechser-Pattern liegt er auf 5 & 6, in einem Achter-Pattern auf 7 & 8. Du verteilst drei Gewichtswechsel auf die letzten beiden Zählzeiten. Das Wort „Anchor“ kann dabei irreführen: Du fixierst weder die Füße am Boden noch hältst du den Oberkörper starr.
Entscheidend ist, dass der letzte Gewichtswechsel wirklich ankommt. Ein Tippen ohne Belastung lässt den falschen Fuß frei. Große rückwärtige Schritte verlängern dagegen den Abstand und machen aus dem Abschluss eine zusätzliche Reise. Für diese Basisübung setzt du die Füße deshalb leicht versetzt und wechselst das Gewicht nahezu am Platz. Verschiedene Unterrichtsmethoden können die Fußposition etwas anders gestalten.
Die rhythmische Verwandtschaft zum Triple Step im Lindy Hop hilft beim Verständnis der drei Belastungen, ersetzt aber nicht die Abschlussfunktion im West Coast Swing. Auch ohne musikalische Vorkenntnisse kannst du die Folge zunächst laut zählen. Erst danach kommt die Handverbindung hinzu: Sie macht euren Abstand fühlbar, trägt aber nicht dein Körpergewicht. Deine Beine müssen dich auch ohne diese Hilfe halten können.


