Das Unterrichtstempo steckt nicht nur in der Musik
Wenn du in Düsseldorf einen Tanzkurs für Senioren auswählst, sagt die Bezeichnung zunächst etwas über die angesprochene Lebensphase. Sie verrät noch nicht, wie dicht die Stunde gefüllt ist. Ein langsam gespieltes Lied kann anspruchsvoll werden, wenn ständig neue Richtungen, Armbewegungen und Schrittverbindungen hinzukommen. Umgekehrt kann eine etwas lebhaftere Musik übersichtlich bleiben, wenn du eine bekannte Folge wiederholst.
Zum Bewegungstempo gehören auch die Größe der Schritte, die Häufigkeit von Drehungen und die Wechsel zwischen Vorwärts-, Seitwärts- und Rückwärtsbewegungen. Musiktempo, Bewegungsumfang und Lerntempo sind drei verschiedene Anforderungen. Ein flexibler Unterricht trennt sie: Erst wird beispielsweise der Gewichtswechsel gezeigt, dann kommt eine Richtungsänderung dazu, später die Musik.
Kleine Schritte bedeuten dabei nicht automatisch weniger Tanz. Sie können dir mehr Zeit geben, dein Gewicht über den neuen Standfuß zu bringen. Der Beitrag über zu große Schritte im Walzer erklärt diesen Zusammenhang an einem konkreten Beispiel. Für die Kurswahl ist entscheidend, ob solche Anpassungen zur Aufgabe gehören dürfen, statt als Abweichung behandelt zu werden. Du sollst denselben musikalischen Zusammenhang erleben können, ohne jede Bewegung genauso groß auszuführen wie die Lehrkraft.









