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Tanzgeschichte5 Minuten

Wie Rudolf von Laban Zürich mit Ascona verband

Av Bernhard De LucaOppdatert

Kurz gesagt
  • Rudolf von Laban gründete um 1915 in Zürich eine Schule für Bewegungskunst.
  • Die Zürcher Schule bestand parallel zu Labans Sommerkursen auf dem Monte Verità in Ascona.
  • Zürich und Ascona waren durch Labans Arbeit und einen gemeinsamen Kreis von Mitarbeiterinnen verbunden.
  • Zu diesem Kreis gehörten Suzanne Perrottet, Mary Wigman und Katja Wulff.

Wenn du Tanzgeschichte nur über Aufführungen kennenlernst, bleibt der Unterricht leicht unsichtbar. Dabei entstehen künstlerische Ideen auch dort, wo Menschen gemeinsam suchen, Bewegungen ausprobieren und ihre Beobachtungen miteinander teilen.

DefinitionBewegungskunst

Bewegungskunst bezeichnet künstlerische Gestaltung mit den Bewegungen des Körpers. Der Begriff richtet den Blick auf Ausdruck und Form, nicht allein auf das Beherrschen benannter Tanzschritte.

Zürich gab der Arbeit einen schulischen Rahmen

Rudolf von Labans Schule für Bewegungskunst macht Zürich als Ort des künstlerischen Lernens sichtbar. Hier geht es nicht um eine Compagnie, deren Geschichte sich vor allem an Bühnenauftritten erzählen lässt. Der Ausgangspunkt ist eine Schule: ein Rahmen, in dem Bewegung zum Gegenstand gemeinsamer Arbeit wurde. Die Verbindung nach Ascona erweitert diesen Blick um ein anderes Unterrichtsformat, den Sommerkurs.

Eine Schule und ein Sommerkurs erfüllen unterschiedliche Aufgaben, können aber zur selben künstlerischen Arbeit gehören. Im fortlaufenden Unterricht können Erfahrungen wieder aufgegriffen werden. Ein zeitlich begrenzter Kurs kann die Beschäftigung mit einem Thema bündeln. Das sind allgemeine Unterschiede der Formate, keine Rekonstruktion eines damaligen Stundenplans.

Stell dir den Unterschied an einer einfachen Unterrichtssituation vor: Eine Gruppe begegnet einer Bewegungsaufgabe, arbeitet daran und bespricht ihre Eindrücke. In einer Schule kann dieselbe Beobachtung später erneut zum Ausgangspunkt werden. In einem kompakten Kurs steht zunächst der gemeinsame Arbeitszeitraum im Vordergrund. Zürich und Ascona als verbundene Lernorte zu verstehen bedeutet deshalb, beide Formate ernst zu nehmen. Der Schulort war nicht bloß die Adresse zwischen zwei Sommeraufenthalten; er gehört selbst zur Geschichte von Labans Bewegungskunst.

Was im Unterricht erprobt wird, kann künstlerisch wichtig sein, lange bevor daraus eine Aufführung entsteht.
Was im Unterricht erprobt wird, kann künstlerisch wichtig sein, lange bevor daraus eine Aufführung entsteht.

Bevegelseskunst kan ikke leses som en liste over figurer

Når du går på et dansekurs i dag, forventer du kanskje et grunntrinn, en telling og deretter en ny figur. Denne forventningen er forståelig, men passer ikke til alle former for kunstnerisk undervisning. Navnet bevegelseskunst retter oppmerksomheten mot noe annet: Kroppsbevegelse kan i seg selv være materiale for skapende arbeid.

En utstrakt arm er et tydelig eksempel. Som en fastlagt posisjon kan den etterlignes. Som kunstnerisk bevegelse reiser den flere spørsmål: Begynner gesten nølende eller bestemt? Holder den seg tett inntil kroppen eller åpner den rommet? Hvordan endrer den forholdet til de andre menneskene? Slike forskjeller forklarer begrepet uten å gjøre det til en konkret øvelse av Laban.

Kjente dansenavn forteller heller ikke alltid hvordan en form oppsto. Det ser vi for eksempel med Sirtakiens tilblivelse på kino: Opphav og dagens oppfatning er to forskjellige nivåer. For skolen i Zürich betyr dette at den historiske betegnelsen bør tas på alvor, i stedet for å oversette den direkte til et dagens kursfag. En kunstnerisk tilnærming er ikke uten regler bare fordi den ikke tilbyr en velkjent serie med figurer. Utforming krever valg, selv når de ser annerledes ut enn når man lærer et navngitt trinn.

So lässt sich die Verbindung einordnen

Stemmer

  • Se skolen og sommerkursene som sammenknyttede læringsarenaer
  • Forstå bevegelseskunst også gjennom uttrykk og utforming
  • Regne medarbeiderne med i den historiske sammenhengen

Mythos

  • Die Sommerkurse mit der Zürcher Schule gleichsetzen
  • Bewegungskunst auf eine Liste vorgeschriebener Schritte reduzieren
  • Die Geschichte allein als Leistung eines einzelnen Mannes lesen

En danseskole er en del av kunsthistorien, fordi det ikke bare videreføres bevegelser der, men også forestillinger om hva dans kan være.

udansa-redaksjonen

Die Verbindung wurde von Menschen getragen

Zu Labans wichtigsten Mitarbeiterinnen im Umfeld von Ascona und Zürich gehörten Suzanne Perrottet, Mary Wigman und Katja Wulff. Diese Namen machen einen entscheidenden Unterschied: Die Verbindung der Orte war ein Arbeitszusammenhang mit mehreren Beteiligten. Eine Schule entsteht nicht allein durch ihre Gründung. Künstlerischer Unterricht umfasst auch das Zeigen, Beobachten, Wiederaufnehmen und gemeinsame Bearbeiten von Bewegung.

In einer Gruppe wird das unmittelbar verständlich. Eine Person zeigt eine Bewegung, eine andere erkennt darin einen anderen Akzent, eine dritte verändert beim Ausprobieren die räumliche Wirkung. Zusammenarbeit bedeutet dabei nicht, dass alle dieselbe Aufgabe oder dieselbe Sichtweise haben. Sie bringt unterschiedliche Wahrnehmungen in einen gemeinsamen Zusammenhang. Die eigenständigen Lebenswege der Mitarbeiterinnen sind eine weitere Geschichte; hier zählt ihre Zugehörigkeit zu diesem verbundenen Arbeitsumfeld.

Für deinen Blick auf Tanz in Zürich folgt daraus eine hilfreiche Unterscheidung: Ein fertiger Bühnenmoment und die Arbeit, aus der er hervorgeht, sind nicht dasselbe. Auch bei heutigen Formen hilft es, ihre Bezeichnungen einzuordnen, etwa beim Unterschied zwischen klassischer Burlesque und Neo-Burlesque. Labans Zürcher Gründungsphase erinnert daran, Unterricht als Teil der Kunstgeschichte wahrzunehmen. Die Geschichte endet nicht am Bühnenrand und beginnt nicht erst mit einer Premiere.

Zwei Formen des gemeinsamen Lernens

Schule

Ein Zusammenhang über mehrere Stunden

Unterricht kann Beobachtungen wieder aufnehmen

Im fortlaufenden Unterricht lässt sich eine Bewegung erneut betrachten, nachdem du sie schon einmal erlebt hast. Wiederholung schafft Raum für feinere Unterschiede und eine gemeinsame Sprache.

Sommerkurs

Ein begrenzter gemeinsamer Zeitraum

Verdichtetes Arbeiten mit einem eigenen Rahmen

Ein zeitlich begrenzter Kurs bündelt die Aufmerksamkeit auf die gemeinsame Arbeit. Du begegnest Bewegungen und anderen Teilnehmenden in einem zusammenhängenden Zeitraum, der neue Erfahrungen konzentrieren kann.

Ofte stilte spørsmål

  1. Skolen som omtales her, lå i Zürich, mens Monte Verità i Ascona var stedet der Laban holdt sommerkursene sine. Det geografiske skillet er viktig: De to stedene var knyttet sammen gjennom det kunstneriske og pedagogiske arbeidet, ikke gjennom en felles adresse.

Tanzkurse in Zürich

Auf udansa findest du aktuelle Tanzkurse in Zürich, wenn du neben der Geschichte auch Unterricht kennenlernen möchtest.

Tanzgeschichte macht Unterricht sichtbar

Auf udansa findest du Tanzkurse in Zürich, in denen du eigene Bewegungserfahrungen sammeln kannst. So ergänzt du deinen Blick auf die Geschichte durch die Perspektive einer lernenden Person.

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