Leichter bewegen und weiter bewegen sind verschieden
Wenn du eine Bewegung oft tanzt, lernst du ihren Ablauf kennen: Du findest den Übergang früher, dosierst die Bewegung genauer und brauchst weniger unnötige Spannung. Dadurch kann sich Tanzen freier anfühlen. Der äußerste Winkel, den ein Gelenk erreicht, muss sich dabei noch nicht verändert haben.
Für aktive Beweglichkeit kommen zwei Dinge zusammen: Der Bewegungsweg muss verfügbar sein, und du musst ihn mit eigener Muskelarbeit nutzen können. Wiederholte Tanzbewegungen können diese Kontrolle fördern. Wenn sie dich außerdem regelmäßig in bislang wenig genutzte, angenehm erreichbare Bereiche führen, kann sich auch dein aktiv nutzbarer Umfang erweitern. Das ist eine Möglichkeit, kein Automatismus.
Beweglichkeit ist außerdem gelenk- und richtungsspezifisch. Ein gut geübter Armweg über dem Kopf sagt wenig darüber aus, wie weit du dein Bein seitlich anheben kannst. Deshalb bedeutet eine flüssige Drehung nicht, dass dein ganzer Körper beweglicher geworden ist.
Auch große Wege durch den Raum beweisen wenig: Bei zu großen Schritten im Walzer steht die passende Schrittlänge im Mittelpunkt, nicht das Ausschöpfen deiner Gelenkbeweglichkeit.



