Vom Asphalt Harlems in die weltweiten Tanzstudios
Wer an die musikalischen Wurzeln des Streetdance denkt, landet schnell in den Siebzigern. Litefeet hingegen ist ein Kind der späten 2000er Jahre und entstand direkt in den U-Bahnen und auf den Straßen von Harlem und der Bronx. Der Name ist Programm: Die Füße der Tänzer wirken unnatürlich leicht, fast so, als würden sie über dem Asphalt schweben. Diese Schwerelosigkeit unterscheidet Litefeet fundamental von bodenlastigen Stilen wie dem Breaking. Statt tiefer, erdiger Grooves dominieren hier rasant geschlagene Rhythmen bei etwa 100 bis 110 Beats per Minute. Die Musik, oft als Litefeet- oder 2-Minute-Tracks bezeichnet, treibt die Tänzer mit harten Snare-Snares und energischen Vocal-Chants an.
Die technische DNA des Stils basiert auf einer extremen Körperspannung im Oberkörper, während die Füße in atemberaubendem Tempo komplexe Schrittfolgen abspulen. Ein markantes Element, das den Sprung in die weltweite Popkultur geschafft hat, ist der Harlem Shake Tanzstil der New-Wave-Ära. Dabei werden die Schultern in einer rhythmischen, fast zittrigen Isolation vor- und zurückgeschnellt. Im Gegensatz zu älteren Stilen nutzen Litefeet-Tänzer zudem intensiv ihre Kleidung als Repertoire: Caps und Sneaker werden während der Performance durch geschickte Tricks mit den Händen und Füßen durch die Luft gewirbelt, ohne dass der Tanzfluss unterbrochen wird. Wer diese Dynamik verstehen will, sollte sich auch mit verwandten Konzepten wie den House Dance Basics beschäftigen, die ebenfalls auf flinke Beinarbeit setzen.



