Internationale Bühnenkunst im Berliner Spätsommer
Jeden Spätsommer wird Berlin zum weltweiten Treffpunkt für choreografische Experimente. Das vom HAU Hebbel am Ufer ausgerichtete Format holt internationale Ensembles und Solokünstler in verschiedene Theaterhäuser der Stadt. Die gezeigten Stücke sprengen oft klassische Tanzformen und arbeiten mit Elementen aus Performance, Konzeptkunst sowie urbanen Tanzstilen. Wer sonst im Paartanz aktiv ist, entdeckt hier choreografische Ansätze, die den Blick auf den eigenen Körper und den umgebenden Raum grundlegend erweitern.
Das Festivalprogramm zeichnet sich durch eine enorme stilistische Vielfalt aus. Neben etablierten Ikonen der Szene präsentieren junge Choreografinnen und Choreografen ihre Premieren. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet das ein Eintauchen in Bildwelten, die gesellschaftliche Fragestellungen verhandeln und Bewegung nicht nur als Ästhetik, sondern als Diskurs begreifen. Auch wer sonst lieber einen Tanzkurs finden möchte, profitiert vom aufmerksamen Zuschauen, da das Verständnis für Musikalität und Körperspannung geschärft wird.




